Alpentour 2001

Schweiz, Italien, Österreich, Deutschland

 

Reisezeit vom 24.09. - 03.10.2001

Teilnehmer: Conni und Thorsten

24.09.2001 

Bahnhof Hamburg Altona: Verladung der Maschinen. Abfahrt um 20:45

 

Die Aufregung ist groß. Wie werden wohl die nächsten acht Tage verlaufen?

 

25.09.2001

Ankunft in Lörrach um 8:00 Uhr. 9:00 abfahrbereit. Haben unsere geplante Tour aufnehmen können. (Vor ein paar Tagen waren noch diverse Pässe auf Grund von Schnee gesperrt.) In Rheinfelden sind wir in die Schweiz gefahren.

Weiter Richtung Süd auf der Landstraße zum Glaubenbüelenpass (1611m). Nach unserem ersten Pass haben wir in Giswill erst einmal eine Mittagspause zum Aufwärmen  eingelegt. Es ist sehr kalt und es regnet.  Dann geht es weiter zum Brünigpass (1008m)  und zum Sustenpass (2224m). Auf dem Sustenpass lag ca. 50 cm Schnee. Nebel mit 50 m Sichtweite, Regen und kalt.

Leider hatten wir keine Temperaturanzeige, vielleicht auch besser so. Was man nicht weiß, macht ein nicht „kalt“.

In Andermatt übernachten wir in dem Hotel „3 Könige“. Der Spaziergang nach einem guten Essen, fällt leider buchstäblich ins Wasser. Es kann nur besser werden.

26.09.2001  

Das Wetter sieht gut aus. Es ist zwar sehr kalt, aber die Sonne scheint. Nach einem guten Frühstücksbuffet sind wir um ca. 11:00 fertig für die Abfahrt. Wir fahren heute erst mal einen kleinen Schlenker. Auf der Karte sieht diese Strecke sehr schön kurvenreich aus. Es geht also von Andermatt zum Furkapass (2436m) von Ulrichen zum Nufenenpass (2478m). Von Allolo fahren wir über den St. Gotthard-Pass (2109m) zurück nach Andermatt. Über den Oberalbpass (2044m) nach Disentis.  

 

Vielleicht ist es bereits zu merken, das Motto lautete nach Möglichkeit alle Pässe mitnehmen.  

Dann Richtung Olivone nach Biasca, Castione. Und letztendlich Richtung San Bernadino. In San Bernadino haben wir auch endlich eine „normale“ Tankstelle gefunden. Das heißt an der man alles kaufen und mit Kreditkarte ohne Geheimnummer bezahlen kann.

In diesem Ort übernachten wir auch. Es ist bereits 18:30 Uhr und wir sind erledigt. Wir haben heute keine Mittagspause eingelegt und freuen uns jetzt nur noch auf eine heiße Dusche und auf ein schönes Abendessen.  

Das Wetter war an diesem Tag sehr schön und es ist zu merken, dass es langsam wärmer wird.

27.09.2001

Letzte Nacht hat es gefroren. Soviel zum Wärmer werden. Aber die Sonne scheint, das lässt hoffen. Um 10:00 Uhr geht es los über den San Bernadinopass (2065m),

 

Splügenpass (2113m) und weiter nach Chiavenna. Nach einer Kaffeepause am Silser See (Malojapass 1815m), die Sonne scheint und wir sitzen in der Sonne,

geht es weiter nach St. Moritz. Wir beschließen durch St. Moritz nur hindurchzufahren, um dann weiter über den Albulapass (2312m) Richtung Bergrün zu fahren. In Bergrün wären wir gerne geblieben, aber es war einfach zu früh. 

Wir müssen noch ein paar km zurücklegen für diesen Tag. Also machen wir uns auf Richtung Davos, Flüelapass (2383m), Ofenpass (2149m). 

Wir übernachten in St. Maria. So wie es aussieht werden wir auch heute nach einer heißen Dusche und einem guten Abendessen, müde ins Bett fallen.

 

28.09.2001

Nach einem allmorgendlichen Spaziergang durch unseren Übernachtungsort, frühstücken wir und machen uns fertig für die Abfahrt. In St. Maria vertanken wir unsere letzten Schweizer Franken, denn heute geht es nach Italien Richtung Gardasee. Wir fahren eine schöne kurvenreiche Strecke zum Umbrailpass (2503m), dann sind wir auch schon in Italien. 

Nach dem Umbrailpass machen wir einen Abstecher auf das Stilfser Joch (2757m). Hier wimmelt es nur von Touristen. Motorradfahrer, Skifahrer (es liegt tatsächlich genug Schnee dafür) und Autofahrer. Verkehrschaos auf der Passhöhe.  

Aber das Wetter ist herrlich und die Temperaturen auch. (Endlich nicht mehr eingepackt wie ein Michelin-Männchen!!!)

Für uns geht es auch schon wieder weiter auf der 38 Richtung Bórmio. Auf dem Weg dorthin treffen wir Pferde im Straßentunnel - denen gefällt es dort scheinbar besser als auf der Weide -, Kühe, die auf der Straße in ihr Winterquartier ins Tal getrieben werden. 

In Bórmio fahren wir auf die 301. Die nächsten Pässe liegen vor uns. Passo di Foscagno (2291m), Passo d’Eira (2209m), Forcola di Livigno (2315m). Auf die 29 weiter Richtung Süden nach Tirano, Tresenda auf die 39. Über den Passo dell’Aprica, über Édolo nach Breno.   

Von hier aus nehmen wir eine sehr enge Passtrasse, um auf den Gipfel des Passo di Croce Domíni zu kommen. Am Gipfel angekommen sehen wir, dass es zwei weitere Hamburger dorthin verschlagen hat. Nach einem kurzen Gespräch mit den beiden und einer Kaffeepause in der Sonne sowie einem missglücktem Versuch auf die Toilette zu gehen ( So ein dunkles Loch im Fußboden ist wie ein Wunder, man muss einfach nicht mehr!), geht es auch schon weiter. 

Wie schon erwähnt, die Sonne scheint und es wird immer wärmer. Bis zum Gardasee liegen noch einige Berggipfel vor uns (Giogo della Bala (2162m), Giogo di Maniva (1662m), Passo di Spina (1521m)). 

In Limone finden wir mit Hindernissen ein Hotelzimmer. Es ist bereits spät und die Laune ist auf einem Tiefpunkt angelangt. Aus einem anderen Hotel hatten wir wieder ausgecheckt, als wir das Zimmer sahen. Dieses war nicht viel besser, aber weiter suchen wollten wir beide nicht.   

 

29.09.2001

Das Frühstück zeigt uns noch einmal wie schlecht das Hotel ist. Wir machen uns daher gleich auf den Weg Richtung Riva immer am Gardasee entlang. In Riva setzen wir uns in ein Straßencafé, trinken leckeren Milchkaffee und geniessen das Lebaen auf der Strasse. So vergehen schnell zwei Stunden, die wir in der Sonne sitzend genießen.  

Aber es muss weiter gehen. Wir machen uns auf der geplanten Strecke Richtung Trento auf den Weg.  

Das Wetter zeigt uns das es jetzt wieder Richtung Norden geht, es wird schlechter. In Lavis nehmen wir die 612 nach Cavalese, überqueren das Lavazé-Joch (1805m) und fahren in Ponte Nova auf die 241. Fahren über den Karenpass und machen uns direkt auf den Weg zur Sellagruppe.

Es ist nicht mehr zu übersehen, wir sind in den Dolomiten. Das Sellajoch und das Grödnerjoch ist landschaftlich einmalig schön, so ganz anders als die bisherigen Pässe.

Kurz unterhalb des Grödnerjochs finden wir ein super Hotel mit Schwimmbad, Sauna und Whirlpool. Es hat nur noch geregnet und wir wollen den Tag noch etwas in der Sauna genießen. Das Zimmer ist klasse und wir verbringen einen entspannten Nachmittag und Abend. 

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass unsere Motorräder in der Garage stehen dürfen. 

 

30.09.2001

Der heutige Tag verspricht nicht gut zu werden. Es regnet und es ist kalt. Wir nehmen unsere geplante Strecke auf. Das heißt wir fahren nach Covara, über den Passo di Campolongo (1875m), den Passo di Falzárego, nach La Villa.  Immer weiter Richtung Antholzer Tal.  

Um die Mittagszeit müssen wir eine Pause einlegen, um uns aufzuwärmen und um ein bisschen zu trocknen. Nach einer heißen Suppe machen wir uns auf, um über den Staller Sattel zu fahren. Dort angekommen, müssen mir allerdings feststellen, das man diesen Pass nur zwischen der 30. und 45. Minuten befahren darf. Das heißt für uns eine halbe Stunde im Regen warten. Die nächsten Kilometer waren nicht sehr schön zu fahren. Das Visier war von innen nass und beschlagen.

 Das Ziel ist bald einen netten Gasthof zu finden. In Winklern haben wir Glück und finden einen typischen Gasthof. 

Hier dürfen unsere Motorräder wieder in der Garage stehen und abends gibt es leckeres österreichisches Essen und Bier.

01.10.2001  

Am Morgen werden wir mit einer schönen Aussicht aus unserem Hotel verwöhnt.

Die Sonne scheint, es ist aber sehr kalt. Wir machen uns auf den Weg Richtung Heiligenblut, um dann die Großklocknerstraße zu fahren. Die geht natürlich nicht ohne Pässe zu überqueren (Hochtor (2576m), Fuscher Törl (2394m)) Auf der Edelweißspitze (2587m) legen wir eine Pause ein.

In Bruck fahren wir auf die 168 Richtung Krimml. Dort wollen wir uns Wasserfälle ansehen, die sehenswert sein sollen. Angekommen, stellen wir fest, dass die Strecke zu den Wasserfällen Mautpflichtig ist. Wir haben nicht mehr genug Schillinge und mit Kreditkarte können wir nicht bezahlen. Uns bleibt nichts anderes übrig, als mit einem Motorrad hoch zu fahren. Oben angekommen machen wir ein paar Fotos und machen uns dann wieder auf den Rückweg.  

Wir waren beide froh, als wir wieder alleine auf unseren Motorrädern saßen. Es geht zurück Richtung Bruck. Dieser Abstecher hat doch länger gedauert, als wir dachten. Von Bruck fahren wir weiter Richtung Zell am See, Saalfelden, über den Grießenpass (967m) nach St. Johann i. T. 

 

Ein Hotel für unsere letzte Übernachtung finden wir am Walchsee.  Für unseren letzten Tag wollten wir noch einmal ein schönes Hotel. Das Zimmer war leider nicht so gut. In der    

Sauna und im Schwimmbad waren wir aber dennoch und abends gab es ein leckeres Buffet. Thorsten hat 1 Liter Bier getrunken und war betrunken und lustig.

 

02.10.2001

Das Wetter ist einmalig schön. Die Temperaturen sind sommerlich und wir beschließen uns auf den Weg zum Tegernsee zu machen. Wir wollen den heutigen Tag nutzen, um uns die Münchener Wochenendziele anzusehen. Am Schliersee legen wir unsere erste Pause ein.  

Von Gmund am Tegernsee fahren wir am See entlang Richtung Rottach-Egern. Nach dem Achenpass (941m) fahren wir am Sylvensteinsee entlang. In Wallgau nehmen wir langsam Kurs auf München. Die Strecke führt uns am Walchensee und Kochelsee entlang, weiter über Bad Tölz.

Wir kommen bei traumhaften Wetter in München schon um ca. 14:00 Uhr an. Also fahren direkt zur Autoverladung, stellen die Motorräder dort ab, schließen unsere Sachen im Schließfach ein und fahren mit der U-Bahn in die Innenstadt. Gucken ein bisschen und gehen noch was essen. Die Verladung beginnt um 20.00 Uhr. Da treffen wir dann auch die beiden Hamburger wieder. Bis der Zug abfährt müssen wir noch eine Stunde warten, aber dann geht es zurück nach Hamburg.

03.10.2001

Der Zug kommt um 7:30 Uhr in Hamburg an. . Beiden Maschinen ist sowohl auf der Hin -und Rückfahrt nichts passiert. Wir machen uns gleich auf den Weg nach Hause und wollen einfach nur noch duschen.

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