Elbsandsteingebirge 2005

Deutschland

 

Reisezeit vom 22.04. - 26.04.2005

Teilnehmer: Conni und Thorsten

 

Übersichtskarte der gesamten Tour

 

Unsere Reise beginnt mit viel Vorfreude auf das, was uns erwarten wird. Wir kennen schon vergleichbare Touren an Rhein und Mosel. So ähnlich stellen wir uns unsere Reise von Hamburg immer entlang der Elbe mit dem Ziel Elbsandsteingebirge vor.  

Relativ schnell wird uns klar, dass die Erwartungshaltung nicht eintritt. Leider gibt es auf mehreren hundert Kilometern kaum Strassen, die direkt an der Elbe verlaufen und wenn doch, dann wird die Sicht durch Deiche auf die Elbe behindert.  

Den besonderen Charme anderer deutscher Flüsse kann man wohl aufgrund fehlender Gebirge nicht unbedingt erwarten. Letztendlich sind viele Kilometer geprägt durch typisch norddeutsche Landschaften und machen nicht unbedingt ein Abenteuer daraus. Die größte Abwechslung sind die Fährüberfahrten denn wir haben wohl jeder Fähre aus dieser Strecke mitgenommen die möglich war.

Einen Zwischenstopp legen wir in Tangermünde ein. Eine sehr schöne Altstadt lädt zum verweilen ein. Alte Häuser und ein sehr guter Gesamteindruck lässt diesen Ort besonders hervorheben. 

Unser erstes Hotel liegt wir direkt im Zentrum von Magdeburgs. Magdeburg selbst ist nicht unbedingt eine schöne Stadt. Dabei fällt uns auf, wie schön Hamburg mit seinen ganzen Bäumen und Grünanlagen selbst im Zentrum ist. Nachdem wir am Abend noch italienisch Essen waren, geht unser erster Tag zu Ende. 

Am nächsten Morgen geht es weiter entlang der Elbe nach Wittenberg in die bekannte Lutherstadt. Erst kurz vor Wittenberg entwickelt sich die Landschaft um die Elbe herum, so dass endlich ein eigenständiges Flair entsteht. Ab hier macht das Fahren endlich Spaß!

Wittenberg selbst ist eine sehr schöne alte Stadt mit tollen Gebäuden, sehr schönen Strassen zum Schlendern und um hier und dort einen Kaffee zu trinken. Das Lutherhaus selbst mit seiner Geschichte ist natürlich ein Muss und auch sehr interessant.   

Aus Zeitgründen geht es dann auf dem schnellsten Weg direkt nach Meissen. Dort wollen wir uns am Tag der offenen Tür die Porzellanherstellung ansehen. Obwohl die Route nicht direkt geplant ist, führt uns das Navigationssystem über teilweise sehr schöne Alleenstrassen nach Meissen. Die Meissener Porzellanherstellung ist sehr interessant und erklärt auch die hohen Preise für dieses alte Qualitätsprodukt aus Meissen. Alles was nur möglich ist, wird von Hand hergestellt und in liebevoller Kleinarbeit in vielen Arbeitsschritten veredelt.    

Als wir über die Elbebrücke Dresden erreichen, ist der erste Eindruck mit den alten Bauwerken dieser Stadt sehr beeindruckend. Nachdem wir einen Parkplatz gefunden haben, nehmen wir uns ein Fahradtaxi und machen eine kleine Stadtrundfahrt. Direkt zwischen den imposanten Bauwerken gönnen wir uns eine Kaffeepause. WOW, Dresden sollte man sich in Ruhe ansehen und nicht nur auf der Durchfahrt erleben.    

 

Uns führt der Weg weiter nach Pirna und dort finden wir auch in einem guten Gasthof eine Unterkunft. Zünftiges Essen mit Thüringer Bratwurst und Bier beenden diesen Tag.   

Nach dem Frühstück dauert es nur kurze Zeit, bis wir unser eigentliches Reiseziel erreicht haben. Das Elbsandsteingebirge liegt vor uns und die Bastei mit seinen außergewöhnlichen Eigenschaften aus Felsformationen direkt an der Elbe hinterlassen einen gewaltigen Eindruck. Das muss man gesehen haben! 

Wir fahren weiter durch diese wunderschöne Landschaft, entlang der Elbe bis nach Tschechien. Der Rundkurs führt uns dann wieder nach Bad Schandau Richtung Zittauer Gebirge. Das Gebirge bei Zittau ist sehr schön zu fahren und mit seinen relativ kleinen Erhöhungen eine Reise wert.   

Direkt in Zittau am See übernachten wir in einem Hotel direkt am Zittauer See und am Abend bekommen wir ein gutes Essen und können so den Tag in Ruhe ausklingen lassen.   

Der nächste Tag soll der anstrengenste für uns werden. Entlang an Lausitz, Neisse und Oder ist das nächste Ziel so weit uns die Bikes tragen können. Leider sind nicht alle Strassen in optimalem Zustand.

Einen kurzen Kaffeestopp legen wir in Franfurt/Oder ein. 

Danach geht es weiter bis an die Müritz. Das Schlosshotel Klink bietet uns nach über 500 Kilometern eine entsprechende Belohnung mit einem super Hotelzimmer.  

Am Abend gibt es  ein zünftiges Abendmahl im Rittersaal.    

Der letzte Tag führt uns einmal um die Müritz (mit Sandwegen) mit einem Zwischenstopp in Warne und dann auf dem direkten und schnellsten Weg nach Hamburg zurück.   

 

Nach ca. 1.734 Kilometern sind wir mit vielen Eindrücken wieder zurück in Hamburg und haben das Elbsandsteingebirge schätzen gelernt. 

 

Fazit:

Die Elbe entlang zu fahren, ist bis Wittenberg langweilig und ohne Charme. Erst ab Wittenberg wird die Landschaft und auch die Straßenführung entlang der Elbe interessant. Dresden und die Bastei sind beeindruckend und ein muss für jeden Besucher. Das Elbsandsteingebirge ist klein und fein und nichts für mehrere Tage Aufenthalt. Die Lausitz, Neisse und Oder sind wie der erste Teil der Elbe uninteressant. Der Osten Deutschlands hat Charme, aber leider haben nicht alle Orte/Gemeinden es geschafft, sich zu entwickeln. Die Müritz ist mit seinem Naturpark eine Empfehlung für Biker.

 

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