Norwegen 2007

 

Reisezeit vom 21.07. - 28.07.2007

Teilnehmer: Conni und Thorsten

 

1. Tag

Die Anreise von Hamburg nach Hanstholm war über 500 Km doch recht anstrengend. Kälte, Regen und Wind macht aus der nächtlichen Anreise kein Vergnügen. Nach ca. 6  Stunden erreichten wir die Fähre und konnten um 10.30 Uhr nach Norwegen übersetzen.

In Kristinasand (Ankunft ca. 13.00 Uhr) wurde dann in der Einkaufsmeile Geld geholt und ein Kaffee getrunken.

Danach ging es mit unserer eigentlichen Tour los.

Eine wunderschöne Natur aus Wäldern, See und Flüssen bot sich bereits  nach wenigen Kilometern an. Leider war das Wetter nicht so nett und es begleitete Regen und kühle Temperaturen. Viele kleine Stopps und das ständige "Halsverdrehen" scheinen für Norwegenanfänger das typische Verhalten zu sein.

 

Nach ca. 200 Km hatten wir dann ein Hotel kurz dem See Ortevatn in den Bergen gefunden.

Am Abend gab es ein nettes Essen und die Nacht war sehr ruhig und erholsam.

Zimmerpreis und Restaurantkosten waren enorm und da hatten wir dann schnell die bereits von vielen genannten Erfahrungen zu den Preisen schnell selbst erfahren.

 

2.Tag

Nach einem guten und reichhaltigen Frühstück und der Information von Conni, dass ich am Abend zuvor Rentier gegessen habe soll (und ich esse nie Wild), ging es weiter Richtung Lysefjord. Die Anfahrt zur Fähre ist mehr als atemberaubend und voller optischer Natureindrücke. Vieles erinnert and die Dolomiten, so wie sich Norwegen uns darstellt, aber dennoch mit einem ganz besonderen Charme. Das Wetter ist sehr gut und die Sonne tut alles um diese wunderschönen Eindrücke zu untermalen.

Kurz vor der Abfahrt in den Lysefjord ist ein beeindruckender Stopp Oygardstol, um direkt in die Schluchten zu schauen. Die Serpentinen und der abschließende Tunnel in den Fjord sind für Kurvenliebhaber wie ein Geschenk. Ungeübten Fahrern wird hier schnell  die "Luft" ausgehen, besonders wenn auch den engen Strassen Gegenverkehr kommt.

Da die Fähre nur zweimal am Tag fährt und unsere erst gegen ca. 15.30 kommen sollte. verbrachten wir die Wartezeit mit nichts tun. Am Fähranleger selbst ist bis auf einen keinen Kiosk nichts los.

Die genauen Daten zu den Fährverbindungen und die Vorreservierungsnummer findet man unter www.kolumbus.no.

Wir sind mit der Fähre nicht durch den ganzen Lysefjord gefahren und konnten so leider auch nicht die Preikestolen von unten aus sehen. Wir fahren bereits bei Songesand runter, wo uns die Tour über Eide, Hjelmelandsvagen nach Sand bringt.

In Sand übernachten wir direkt am Fjordhafen in einem Hotel. Das gute Zimmer und das Essen lassen den Tag ausklingen.

 

3. Tag 

Am frühen Morgen regnet es und die Wolken hängen tief im Hylsfjord.

Wir fahren mit der Fähre über den Fjord, um auf die 520 zu kommen. In den Bergen liegt noch vereinzelt Schnee und es ist kalt. Wir fahren über die 13 Richtung Odda. In Odda gönnen wir uns einen kleinen Kaffeestopp und fahren dann auf der 550 am Westufer des Hardangerford weiter. Die 520 ist besonders schön zu fahren aufgrund seiner bergtypischen Streckenführung. Die 550 führt durch norwegisch Obstplantagen die man dort eigentlich nicht vermutet. In Jondal setzen wir über auf die 49, um dann auf der 7 direkt nach Bergen zu gelangen. Eigentlich wollten wir unterwegs ein Hotel finden, was uns aber leider nicht gelingen wollte. In Bergen sollte es mit der Hotelsuche unserer Meinung nach besser werden.

   

In Bergen war es dann aber nicht möglich ein Zimmer zu bekommen. Alles ausgebucht!

Wir hatten das Gefühl, dass Motorradfahrer in den Hotels dort nicht gerne gesehen sind. Ein Hotel hatte für uns dann rumtelefoniert, um noch eine Doppelzimmer zu finden was dann auch gelang. In dem Hotel angekommen hieß es dann, dass kein Zimmer mehr frei wäre. Nach meinem Hinweis auf den Anruf des anderen Hotels war dann doch ein Zimmer frei. Für uns sah das nach reiner Verarschung aus. Wir hatten dann selbst Glück und konnten direkt in der City ein Apartment buchen.

Eine Maut in Bergen mag ja schön und gut sein, auch das Motorräder nichts zahlen müssen. Aber bitte wo sollen Hotelgäste parken? Es gibt eigentlich keinen Parkraum!

Nach diesem Erlebnis werden wir zukünftig Bergen meiden oder nur noch durchfahren.

 

4.Tag

Es regnet! Wir packen unsere Sachen, frühstücken und beladen unsere Maschinen. In der Nacht wurde an meiner Maschine das Außenthermometer geklaut!

Genervt fahren wir zu den berühmten Holzhäusern am Hafen und fahren gleich weiter, da auch hier kein parken möglich ist. Aufgrund verschiedener Warnungen nicht falsch zu parken gehen wir dieses Risiko auch nicht ein.

Die 16 führt uns schnell von Bergen weg. Kurz hinter Dale fahren wir auf die 569. Dann geht es auf die kleine Bergstrasse 344. Diese Strasse hatte es in sich! Tolle Eindrücke aber auch teilweise extrem anspruchsvoll zu fahren.

Die 344 führt uns dann auf  die 13 und bringt uns nach Balestrand. Leider waren auch hier alle Hotels ausgebucht. Am Wikinger Treff wurden wir an ein Paar mit Ferienwohnung vermittelt und haben zum Abendessen einen typisch Fischspieß mit Pommes gegessen. Mit dem deutschen Betreiber und den deutschen Gästen entstand ein nettes Gespräch über Norwegen und Auswandern.

     

Für die Unterkunft mussten wir dann noch 20 Km fahren und konnten dann eine nette Wohnung mit Kamin in Bezug nehmen. Bei einem Lagerfeuer mit den Vermietern konnten wir den Abend mit Bier ausklingen lassen.

 

5. Tag

Wieder Regen! Wir lassen uns Zeit, gehen noch frisch geräucherten Lachs einkaufen und frühstücken mit meinem Brötchen und Kinderschokolade.

Das Wetter wird immer besser und so fahren wir auf der 55 Richtung Lom und erleben eine einmalige Hochpaßtraße. Viele Pausen und Kaffeestopps prägen den heutigen Tag.

In Lom geht es kurz auf die 15 und dann auf die 51. In Hindseter finden wir das Fjellhotel und genießen bei einem einmaligen Ausblick den traumhaften Sonnenschein.

 

6. Tag

Ein perfekter Sommermorgen empfängt uns zum Frühstück. Heute ist der erste Tag der mit einem typischen Sommergefühl startet.

Wir fahren weiter auf der 51 Richtung Süden. Die 51 ist wie die 55 wunderschön und absolut zu empfehlen.

Die 51 führt uns viele Kilometer über eine Hochgebirgsstraße an Skigebiete vorbei. Hier kann man Schoppen gehen oder einfach nur dem Treiben zu sehen.

Über die 33 und 34 fahren wir direkt nach Oslo. In Oslo finden wir direkt in Holmenkollen ein sehr schönes Hotel. Wir schauen direkt auf Oslo aber das Wetter ist doch so schlecht das die Aussicht nicht optimal ist.

 

7. Tag

Regen und Nebel lassen diesen Tag beginnen. Wir verlassen das Hotel erst gegen 12 Uhr und besuchen einen Geschäftspartner von Conni. Danach verlassen auf der E134 Oslo. Über die 40 fahren wir auf die 37 Richtung Telemark.

   

In Rjukan beziehen wir das Hotel Gaustablikk direkt am Berg Gaustatoppen an der 651. Am Abend können wir mit eigenen Augen das Büfett nicht glauben. Alle Sorten von Fisch, Garnelen, Hummer usw. beuten sich neben allen anderen Gaumengenüssen an. Dieses Hotel ist uns einen Tipp wert!!!

Dies ist unser letzter Abend, da wir die Fähre von Kristiansand nach Hirtshals früher umgebucht haben.

 

8. Tag

Der letzte Tag zur Fähre führt uns durch die Telemark. Wir fahren vom Hotel auf der wunderschönen Bergstrecke 651 weiter. Diese endet wieder auf der E134. Wir folgen der E143 und wechseln auf die 41. Dieser folgen wir sehr lange Richtung Kristiansand bis zur E18 die uns dann direkt nach Kristiansand führt.

 

In der Stadt kaufen wir noch Proviant und trinken einen Milchkaffe, um dann zum Fähranleger zu fahren.

Diesmal fahren wir mit der Colorline Express von Kristiansand nach Hirtshals. Es ist schon auf  See sehr windig und die schmale Fähre ist stark am schaukeln. Der Sturm setzt sich auf der gesamten Rückfahrt durch Dänemark nach Hamburg fort. Es regnet und ist kalt! Unser Lust hat den absoluten Tiefpunkt erreicht. Gegen 2 Uhr erreichen wir Hamburg.

Der Urlaub ist zu Ende.

  

Fazit:

Norwegen ist ein sehr schönes Land aber für uns keine Land, um mit dem Motorrad Urlaub zu machen.

Die Preise sind auf einem hohen Niveau, dass Hotellübernachtungen, Essen und Trinken bei mittelmäßiger Qualität nicht akzeptabel sind.

Es mag sein, dass für Norweger die Preise normal sind aber für uns passt das nicht in unser Urlaubskonzept. Ein Bier 0,3 welches ca. 9 Euro oder eine Flasche Rotwein für ca. 50 Euro lassen keine Urlaubsstimmung aufkommen. Hotellübernachtungen im Doppelzimmer liegen in der Regel bei ca. 140 Euro. Das Abendessen in den Hotels kommt mit ca. 50 Euro ohne Getränke pro Person noch hinzu.

 

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