Vier Ländertour 2004

Österreich, Slowenien, Kroatien, Italien

 

Reisezeit vom 11.06. - 22.06.2004

Teilnehmer: Conni und Thorsten

 

Übersichtskarte der gesamten Tour

 

11.06.2004

Wie immer geht unsere Reise mit dem Autoreisezug Richtung Süden. Unser Ziel ist diesmal Villach in Österreich. In gewohnter Art und Weise geht die Verladung in Hamburg ohne Probleme und wir beziehen unser Schlafwagenabteil.

 

12.06.2004

Ankunft am Morgen in Villach. Nachdem die Motorräder wieder vom Zug sind, geht es Richtung Radlpass nach Slowenien. Vorbei am Wörther See, über den Sobothpass erreichen wir den Radlpass an der slowenischen Grenze bereits am frühen Nachmittag. 

In Slowenien erleben wir unsere erste Überraschung und müssen feststellen, dass sehr viele Strassen ohne Belag sind. Zum Glück waren wir über Ostern bei BMW in Hechlingen und waren auf Schotter und unbefestigte Strassen vorbereitet. Der Osten Sloweniens hat einen sehr ländlichen Stil und ist sehr idyllisch. Schon die ersten Stunden in diesem Land haben uns begeistert.

 

Ziel an diesem Tag ist Ljubljana. Hier wollen wir übernachten und die Stadt ansehen. Ljubljana soll laut Berichten eine sehr schöne Studentenstadt sein.  Das Hotel Slon, in dem wir übernachten, liegt direkt im Zentrum mit eigener Garage. Leider regnet es am Abend wie aus Eimern und so genießen wir die Stadt im strömenden Regen in einer Bar. Dass was wir uns noch ansehen konnten, hat uns sehr gut gefallen und bestätigt, dass Ljubljana eine sehr junge Stadt ist und durch die Studenten geprägt wird.

 

13.06.2004

Immer noch Regen, es ist kalt und wir beschließen unsere Weiterfahrt etwas zu verzögern. Wir gehen ausgiebig frühstücken und versuchen den Regen abzuwarten, leider ohne Erfolg. Gegen Mittag geht unsere Fahrt im Regen weiter.

Unser erstes Etappenziel für heute ist der See -Bohinjsk Jezero- mit dem angeschlossenen Naherholungsgebieten. 

 

Nach einer zünftigen Brotzeit (immer noch Regen und Kälte) in einem kleinen Gasthaus, führt uns der Weg weiter zum Vrisicpass (1611 Meter) und

dann immer entlang der Soca nach Bovec, wo uns gleich am Ortseingang ein wunderschönes Hotel auffällt. In diesem Hotel haben wir dann auch, nach einem sehr guten Abendessen, in einem noch besseren Hotelzimmer übernachtet. 

 

14.06.2004

Am nächsten Morgen lachte uns ein blauer Himmel aus unserem Zimmer an und die Temperatur stieg merklich an. Nun begann der Urlaub und wir freuten uns auf diesen neuen Tag. 

Wir möchten allen, die nach Bovec kommen, unbedingt dieses Hotel empfehlen. Das Hotel wurde von zwei jungen Leuten renoviert und diese beiden betreiben es nun auch. Ein traumhafter Weinkeller und supernettes Personal haben uns von der Gastfreundschaft in Slowenien überzeugt.

Der Weg führt uns weiter entlang an der Soca nach Postojna zu den Tropfsteinhöhlen. Wir hatten uns lange überlegt, ob wir uns diese ansehen sollten und haben uns dann doch dazu entschlossen. Bis zur nächsten Führung mussten wir noch etwas warten und so konnten wir in Ruhe einen Cappuccino trinken und die Sonne genießen. Die Tropfsteinhöhlen sind mehr als beeindruckend und wer die Möglichkeit hat, sollte sich dieses Naturschauspiel ansehen.

Nun führte uns der Weg nach Kroatien auf die Halbinsel Istrien. In dem kleinen Ort Novigrad machten wir bei schönstem Wetter eine Pause und genossen das Treiben der Menschen. Leider fingen bei Conni wieder starke Rückenschmerzen aufgrund eines Bandscheibenvorfalles an und wir mussten überlegen, wie die Reise nun weitergehen sollte. Nach einer langen Pause in dem Ort haben wir beschlossen, Istrien nicht an der Küste abzufahren sondern direkt abzukürzen, mit dem Ziel Zadar so schnell wie möglich zu erreichen. 

Für die Nacht suchten wir uns ein Hotel in der Nähe von Novigrad/Rovinj. Das Hotel Maestral lag direkt am Wasser machte von außen eine sehr guten neuwertigen Eindruck. Leider waren die Zimmer alles andere als gut. Hier sah man leider, dass einfaches Übermalen mit Farbe nicht die Vergangenheit beseitigen kann. Die Aussicht aus unserem Hotelzimmer war allerdings ansprechend.

 

15.06.2004

Am nächsten Morgen ging es direkt nach dem Frühstück durchs Landesinnere nach Brestova, um mit der Fähre zur Insel Cres überzusetzen. 

Gleich nach dem Anlegen die erste Überraschung! Bauarbeiten! Die Strasse ging bergauf als ein reiner Schotterweg mit grossen Schlaglöchern und Steinen, LKW Gegenverkehr usw. Ich hoffte nur die ganze Zeit, dass Conni mit Ihren Rückenschmerzen nichts passieren wird, aber Sie hat es perfekt gemeistert und so konnten wir die Fahrt über diese einmalige Insel Kroatiens ohne weitere Probleme fortführen. Die Inselwelt von Kroatien ist unglaublich zu beschreiben. Wir waren beeindruckt von der Höhe der Insel und wie weit wir auf das Meer blicken konnten. Traumhaft! 

 

Angekommen im Hafen von Mali Loinj, hatten wir einige Schwierigkeiten verlässliche Informationen über die Fährverbindungen zu bekommen. Leider Fahren die Fähren nur an bestimmten Tagen und einer dieser Tage sollte der heutige sein.  Nach einigem hin und her wussten wir dann auch wo wir die Tickes her bekommen sollten und buchten die Überfahrt nach Zadar. Die Fähre fuhr erst in ein paar Stunden und so konnten wir uns entspannen und etwas essen. Um 20.00 Uhr fuhr die Fähre ab, gegen 0:30 Uhr sollten wir Zadar erreichen. Nach anstrengender Arbeit die Motorräder zu sichern und anfänglicher Begeisterung über die optischen Eindrücke der Natur, wurden wir doch recht schnell müde und konnten unter Deck auf einem sehr verrauschten Fernseher nur noch schwer der deutschen Nationalmannschaft bei der WM folgen.

Mit diesen Tampen werden üblicherweise Motorräder auf Fähren gesichert. Nicht auf allen Fähren sind eigene Sicherungsmaßnahmen gewünscht.

 

16.06.2005

Ankunft gegen 0:30 im Hafen von Zadar. Wir waren fix und fertig und stellten uns nun die Frage: Wo übernachten? Ich hatte keine Lust gross zu suchen und so stelle ich mein Navigationssystem auf das nächste Hotel ein und wir fuhren dort direkt hin. Glück muss man haben, denn das Hotel Kolovare Zadar war erste Klasse. Der Hotelempfang gab uns die Möglichkeit das Zimmer anzusehen und bei vier Sternen entsprach das dann auch dem, was wir brauchten. Wir nahmen das Zimmer und waren froh im Bett zu liegen. Der Morgen brachte uns ein sehr gutes Frühstück und wir waren sehr entspannt. Heute war kein Motorradfahren angesagt, da wir am Abend von Zadar nach Ancona übersetzen wollten. Nach Rücksprache mit dem Hotel durften wir den Tag über unser Gepäck im Hotel lagern und konnten so den ganzen Tag am Hotelpool uns die Sonne auf den Bauch brennen lassen. 

 

Lustiges Erscheinungsbild von Conni im Bikini und Motorradstiefeln auf die Toilette.

Als es dunkel wurde, fuhren wir in die Altstadt von Zadar und genossen das Treiben in den kleinen Strassen. Überall waren Kaffees und luden zum verweilen ein. Da wir nach dem Frühstück die Tickets für die Überfahrt besorgt hatten und die Strecke zum Fähranleger kurz abgefahren sind, hatten wir keinen Stress und konnten so den Abend in Zadar ausklingen lassen. 

  

Unsere Fähre nach Ancona lief um 23:00 Uhr aus und wir mussten eine Stunde vorher an der Verladung sein. Die Bikes wurden nur mit einem Strick gesichert (ich hatte grosse Bedenken, dass das gut gehen würde) und danach konnten wir unser "Luxusabteil" beziehen. Waren wir froh, dass wir eine Kabine gebucht hatten. Anderen Bikern war das wohl zu teuer und wollten die Nacht so auf dem Schiff verbringen. Am nächsten Morgen sollten uns die Gesichter diese Entscheidung bestätigen.  

 

 

Den Motorrädern ist bei der Überfahrt nichts passiert. Wie das allerdings bei stärkerem Wellengang gewesen wäre kann ich mir nicht vorstellen. Die Besatzung wollte keine anderen Sicherungsmaßnahmen zulassen und sicherte uns zu, dass ein Tampen zur Befestigung ausreichen würde. 

Als Spruch der Besatzung hörten wir immer -Trust me-! 

 

17.06.2005

Ankunft in Ancona am frühen Morgen. Passkontrolle und runter vom Schiff. Bloß raus aus dieser Stadt und dem Verkehr. Unser Ziel war nun der Gardasee mit einem Zwischenstopp. Aufgrund der Empfehlung der Biker, die mit an Board waren, sind wir nicht unsere geplante Route über Rimini gefahren, sondern über das Skigebiet Abetone. Leider mussten wir feststellen, dass keine Hotels in den Skigebieten geöffnet hatten, da die Saison erst zwei Wochen später losgehen sollte. Spät am Abend fanden wir noch ein kleines Hotel direkt in Abetone. Rote Plüschtapeten, kein Strom und kein warmes Wasser konnten unsere Laune nicht gerade verbessern. Nach einer kalten Dusche ging es dann noch zum Essen und das hat alles wieder wett gemacht.

 

18.06.2004

Von Abetone ging es dann direkt und auf dem schnellsten Weg über Modena und Verona zum Gardasee. Direkt in Garda bekamen wir mit der freundlichen Unterstützung eines belegten Hotels ein freies Zimmer in einem vier Sterne Hotel. Das Hotel Garden war genau das was wir uns unter einem Urlaub vorstellen. Den ganzen Nachmittag lagen wir am Pool, am Abend gab es eine tolles Menü und danach ging es in den Ort Garda zum Shoppen. Eigentlich hat man auf dem Bike nicht so viel Platz, aber Conni musste doch tatsächlich eine Porzellanschale kaufen. Na ja irgendwie haben wir dann doch noch Platz in den Koffern gefunden. (Conni: Geht doch)

 

19.06.2004

Nach einer sehr guten Nacht und einem reichhaltigen Frühstück gab uns der Sohn vom Hotelbesitzer noch einige Tipps, wie wir fahren sollten und so ging es dann erst einmal zum Kaffee trinken nach Riva Del Garda. 

Auch hier genossen wir direkt am Wasser dem bunten treiben zuzusehen. Von Riva fuhren wir nach Trento und von dort ging es dann zum Javazejoch, Karerpass, Pordoi, Campologo Richtung Grödnerjoch. Kurz vor dem Grödnerjoch ist unser Lieblingshotel der Kolfuschger Hof. Hier haben wir dann auch für die nächsten zwei Tage ein Zimmer genommen.

 

20.06.2004

Es regnet in Strömen und es ist kalt. Conni macht sich einen gemütlichen Tag und ich schwinge mich auf mein Bike, um eine kleine Runde zu drehen. Es waren bei dem Wetter kaum Autos unterwegs und keine Motorräder. Meine Runde führte mich von Covara wieder zum Campologo Pass, Santalucia, Giau, Falzarego, Valparola zürück nach Corvara und wieder ins Hotel. Ich war nass und mir war einfach nur kalt. Das Hotel hat einen sehr grossen unterirdischen Wellnisbereich mit Hallenbad, in dem ich mich dann wieder erholen konnte.

Wir genossen in vollen Zügen den letzten Abend, wieder bei einem Menü und leckeren Weinen.

 

21.06.2004

Unser letzter Tag beginnt wieder mit einem sehr guten Frühstück, einem wunderschönen Ausblicke aus unserem Zimmer und dem Abschied vom Kolfuschger Hof

Wir fahren zum Grödnerjoch auf der SS508 Richtung Sterzing, von dort über die SS44 zum San Leonardo In Passiria, Merano, Penserjoch und Mendelpass. 

 

 

Kurze Pause an einer Tankstelle mit Kaffe und freundlichen Bikern mit den wir ins Gespräch kamen. Italienischer Espresso schmeckt schon sehr gut.

Die letzten paar Kurven führen uns dann direkt zum Autozug nach Bozen, wo unsere Heimreise am Abend beginnt.

 

22.06.2004

Ankunft am Morgen in Hamburg.

 

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