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Ich war sicher nicht der Einzige, der das Hammerwetter der letzten Märztage genutzt hat, um eine oder mehrere richtig schöne Tagestouren zu fahren. Ich habe dieses Jahr zwar schon ein paar kleinere Touren gemacht, z.B. in die Lüneburger Heide und andere altbekannte Strecken rund um Hamburg, aber nach der ersten Frühlingstagestour lohnt sich nun auch ein Bericht. Es ging nämlich an die Ostsee, um zu sehen ob das Meer noch da ist. Und ich kann euch beruhigt melden: ja, ist es! 😉

Bei wunderschön blauem Himmel und Sonnenschein starte ich gegen späten Nachmittag aus Hamburg also Richtung Norden. Bis Bad Segeberg ist es nicht weiter spannend, aber ich genieße es wieder zu fahren und das angenehme Gefühl des Saisonstarts liegt in der Luft.

Die ersten Kurven und grünen Streckenabschnitte wecken Erinnerungen an die größeren Touren des letzten Jahres und ich bin gut drauf. Bald sehe ich die Ostsee rechts von mir in der Ferne! Ich komme meinem Ziel näher.

In Neustadt fahre ich am Hafen vorbei, wo die Kutter und Möwen mich schon in die Richtige Stimmung bringen. Leider ist der Abschnitt nur kurz und ich kriege die Kamera nicht so schnell an, da bin ich auch schon nicht mehr am Wasser. Macht aber gar nichts, denn ich sehe nachher noch genug Hafen und Meer.

Weiter geht es nach Grömitz, Cismar und Grube, wobei ich ein paar einladend wirkende Cafés sehe. Schade, dass man dort zurzeit nicht verweilen kann. Hoffentlich können die sich halten. Es wäre wirklich sehr schade um diese besonderen Plätze, die sicher nicht nur ich auf Touren sehr zu schätzen weiß.

In Heringsdorf komme ich plötzlich an einem Elefanten vorbei. Kurzentschlossen mache ich einen Stop, um mir das aus der Nähe anzusehen. Auf Gut Görtz steht nicht nur ein Elefant aus Altmetallen, sondern eine ganze Ausstellung von Künstlern aus Zimbabwe. Ich drehe also eine kleine Runde zu Fuß um die teils wirklich beeindruckenden Exponate. Weiter geht’s!

Über Neukirchen fahre ich kurz nach Ostermade ans Wasser. Die hiesige Seebrücke ist zurzeit gesperrt, aber ich habe einen guten Blick auf den Strand und das Meer. Es ist selbst hier direkt an der See bei Wind total warm.

Nun geht es aber zu meinem eigentlichen Zwischenstopp: Heiligenhafen. Ich parke und laufe einmal über den Hauptweg, um das Hafenpanorama in der Sonne anzusehen.

Dann hole ich mir (mit Maske) einen Kaffee direkt am Hafen, wo ich mich mit genug Abstand zu Anderen gemütlich auf eine Treppe setze. Bald gesellt sich ein Entenpaar zu mir, scheinbar in der Hoffnung etwas Essen abstauben zu können. Dann kommt auch eine Möwe dazu und macht das Ostseeerlebnis sozusagen rund.

Nach der obligatorischen Kugel Eis bewege ich mich dann zufrieden wieder zu meiner GS, um die Rückfahrt anzutreten. An einem kleinen Ententeich vorbei, fahre ich also aus Heiligenhafen raus und weiter nach Oldenburg. Ein kurzer Einsatz der GoPro Max auf dem Marktplatz genügt. Bis bald Ostsee!

Danach wird es nochmal kurviger und grüner, denn nun geht es weiter durch die Holsteinische Schweiz. Diese hält was sie verspricht und es wird sogar leicht hügelig. Kleinere, kurvige Straßen machen das zu einem Streckenabschnitt, der wirklich Spaß macht, dafür dass ich hier im Norden bin. Außerdem komme ich am BvZ Offroadpark vorbei, wo ich früher mal ein Training mitgemacht habe.

Was ich mir nicht entgehen lasse, wenn ich schonmal hier vorbeikomme, ist der Bungsberg, der mit seinen 167,4 m ü. NN die höchste Erhebung in Schleswig-Holstein ist. Es wird ganz kurz etwas matschig, dann bin ich “oben”. Eigentlich wollte ich auf die Aussichtsplattform des Fernmeldeturms steigen, aber der ist aufgrund der Krise leider geschlossen. Ärgerlich, aber dafür mache ich Fotos vom Elisabethturm gegenüber.

Da wegen der geschlossenen Attraktionen außer einem anderen Biker niemand hier ist, kann ich solche netten Fotos machen:

Ich verweile noch ein bisschen auf einer Bank vor dem Turm, in der warmen Sonne. Hier gefällt es mir richtig gut.

Weiter geht es über Malente, am Plöner See und am Stock See vorbei. Langsam freue ich mich aber schon auf zu Hause. Über einige weitere schöne Streckenabschnitte geht es dann auch langsam aber sicher wieder Richtung Heimat.

Da komme ich dann gegen frühen Abend und nach 266 km zufrieden wieder an. Aufgrund der eingeschränkten Mobilität und geschlossener Cafés etc. ist es gerade natürlich alles andere als perfekt, aber man kann sehr wohl ein paar schöne Touren fahren und den Tag auf dem Motorrad genießen, wie sonst auch, solange man auf die entsprechenden Abstände zu Anderen achtet. Ich hatte jedenfalls einen tollen Tag und freue mich auf die nächste Tagestour bei hoffentlich wieder Bombenwetter.

Tourverlauf

Zum Download der Tour bitte ins Bild klicken

Zuletzt geändert: 6. April 2021

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