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Tag 1

Heute geht die Motorradtour mit dem Ziel Schwarzwald endlich los! Tagesziel ist es erstmal Hof Weidelbach in Schwalmstadt zu erreichen, sich entspannt einzufahren und sich damit auf einen erfolgreichen Motorradurlaub einzustellen.

Mit neuer Maschine geht es das erste Stück über die Autobahn und dann über möglichst kurvige Landstraßen Richtung Zwischenübernachtung.

Erster Stopp ist beim Steinhuder Meer. Nett hier. Sandwiches werden gegessen, aber es soll endlich weiter gehen, also rauf aufs Bike!

Eine weitere Pause folgt beim Edersee. Wirklich schön einmal über die Staumauer zu laufen und danach ein kleines Eis zu genießen. Die Trockenheit hat auch hier ihre Spuren hinterlassen.

 

Der Tag neigt sich dem Ende und ich erreiche, zufrieden mit dem Tagesverlauf, den Hof Weidelbach.

Tag 2

Der Hof Weidelbach bietet eine wirklich entspannte Atmosphäre, auch wenn das Restaurant aufgrund familiärer Gründe leider gestern Abend nicht geöffnet hatte. Die Zimmer sind gemütlich und das Frühstück lecker.

Nach einem kurzen Abstecher zu den Tieren (Vögel, Kaninchen, Ziegen, Pferde), die auch hier wohnen, geht es weiter Richtung Schwarzwald.

Nachdem die Fähre über den Neckar heute nicht in Betrieb ist, geht es über einen kleinen Umweg nach stundenlangem Fahren endlich Richtung Schwarzwald. Viel zu spät und völlig fertig aber glücklich, wird das Ziel und damit die Unterkunft für die nächsten 6 Tage erreicht: der Gasthof zum Ochsen in Furtwangen
Unverhofft kommt oft: Leider ist der sogenannte „Gasthof“ keiner mehr und das Hotel ist völlig ausgestorben. Ein netter Mitarbeiter im Imbiss erbarmt sich und schiebt nach Feierabend noch eine Pizza in den Ofen. Abend gerettet, ab ins Bett!

Tag 3

Guten Morgen in Furtwangen! Die Enttäuschung über das fehlende Restaurant ist zwar groß, aber dafür ist das Frühstück sehr lecker. Außerdem siegt sowieso die Freude über den ersten richtigen Tourtag im Schwarzwald!

Es ist noch schöner, als ich es in Erinnerung habe und mir gefallen vor allem die typischen Schwarzwald-Häuser, die kleinen Dörfer mit ihren hübschen Kirchtürmen und die weiten Landschaften mit ihren sympathisch-entspannt wirkenden Rindern darauf. Die GS lässt grüßen.

Nach einigen engen Kurven folgt die erste Pause mit einem kühlen Getränk auf dem Berg Kandel.

Als nächstes ist der Feldberg dran. Hier geht es mit der Seilbahn hoch, ganz bis auf die Spitze des Berges. Auch wenn es unter den Motorrad Sachen wirklich heiß ist, ist es den Ausblick alle mal wert!

Es geht weiter über kurvige kleine Straßen bis zur nächsten Pause in Todtnau. 500m hinter einem kleinen Imbiss gibt es die Todtnauer Wasserfälle zu sehen. Wirklich ein Anblick den man gesehen haben muss!

Nach ein bisschen Kurvenbeobachtung vom Imbiss aus und dem Abwarten, bis ein dicker LKW und eine lange Schlange von Autos sich den Berg hochgequält haben, ist endlich freie Bahn um weiter zu fahren.

Eine letzte Station bevor es zurück zum Hotel geht ist das Hexenloch. Hier gibt es echte Schwarzwälderkirschtorte!

Nach diesem aufregenden und definitiv erfolgreichen Tag freut man sich auf eine Dusche und gutes Abendessen, das, wie sich herausstellt, beim Italiener um die Ecke zu finden ist!

Tag 4

Der 4. Tourtag ist angebrochen und es geht Richtung Schweiz.

Das erste Ziel ist heute der Rheinfall.

Wunderschön und irgendwie gewaltig, wie die Wassermassen da über die Steine preschen. Es war aber so heiß, dass der Fahrtwind entlang des Bodensees (auf der schweizer Seite) Richtung Konstanz danach richtig gut tat! Ein kurzer Zwischenstopp am Untersee war sehr angenehm.

Großer Mittagsstopp in Konstanz bei pano, wo man nicht nur richtig leckere Brote und frischgepressten Orangensaft bekommt, sondern auch jede Menge andere tolle Sachen wie Kuchen oder Eis. Extra Bonus: echt schöne Einrichtung!

 

Von Konstanz aus geht es dann mit der Fähre über den Bodensee, um dann auf der deutschen Seite entlang des Sees zurück zu fahren.

Nach einem sehr angenehmen Stopp im Restaurant Hegaustern, das einen wunderschönen Panoramablick über den Schwarzwald bietet, geht es über die kurvige Linachstraße zum Linachstausee und dann zurück zum Hotel. Was für ein schöner und ereignisreicher Tag.

Tag 5

Der 5. Tourtag startet mit einer kurvigen und wirklich hübschen Waldstrecke, entlang eines „Bächle“. Wirklich toll den Tag so zu beginnen und hier auf den engen kleinen Straßen das Gefühl zu haben, einfach in der Natur zu sein.

Der erste Stopp ist heute am Titisee. Einfach ein bisschen stehen und träumen, bevor es weitergeht.

Als nächstes wird der Schluchsee besucht. Interessant mal auf einer Tafel zu sehen, wie mit Hilfe der Seen und einem Pumpsystem Energie gewonnen wird.

Und weil man von Stauseen gar nicht genug kriegen kann, halte ich auch beim Albstausee kurz an, um ein Foto zu machen.

Jetzt aber auf nach St. Blasien! Idyllisch sieht es aus hier.

Außerdem steht hier eine der ältesten und mächtigsten Klosteranlagen Deutschlands, die besichtigt werden will.

Ziemlich beeindruckend! Aber da draußen im Café ein schönes Stück Kuchen auf mich wartet, muss das Kloster bald wieder verlassen werden.

Einfach original und lecker!

 

Über die Hochkopfstraße trete ich den Rückweg an, und so endet der Tag wie er anfing: mit einer schönen, kurvigen Strecke, an den Bergen mit seinen gemütlichen Kühen entlang. Abends gibt es ein langes Essen beim Italiener und dann geht es zurück zum Ochsen.

Tag 6

Eigentlich sollte es heute über die ehemalige Bergrennstrecke Schauinsland (in beide Richtungen) und einer Tour durch die Vogesen in Frankreich gehen. Aber ich habe die Tour dann aufgrund der Wetteraussichten in den Vogesen am Ende der Schauinslandstrecke abgebrochen und bin wieder ins Hotel gefahren.

Tag 7

Tourfreier Tag. Zeit auf dem Stadtfest in Furtwangen verbracht.

Tag 8

Heute morgen heißt es „Tschüss Furtwangen!“, denn es muss ja irgendwann weiter gehen. Irgendwie traurig jetzt hier wegzufahren, aber einen Zwischenstopp gibt es ja noch:

Die weltgrößte Kuckucksuhr in Schonach. “Spektakulär”

Dann ist es irgendwann soweit und die Berge des Schwarzwaldes entfernen sich immer weiter und alles wird plötzlich wieder platter.

Weiter geht es nach Frankreich, wo ich wieder mit einer Fähre den Rhein überquere. Staunend über das schöne Elsass, den wunderbaren Ausblick und die gemütlichen kleinen Bistros, fahre ich nach einigen Stunden wieder über die deutsche Grenze.

Ohne Pause wird der Weg Richtung Norden fortgesetzt, denn ich will das Tagesziel (Cochem) rechtzeitig genug erreichen, um noch das Weinfest dort zu besuchen.

Für das Durchhaltevermögen werde ich heute allerdings extrem großzügig belohnt. Auf einmal breitet sich das Moseltal vor mir aus und der Anblick ist wirklich atemberaubend!!!

So schön kann Deutschland sein, unglaublich! Erst fahre ich runter ins Tal und ein Stück an der Mosel entlang, dann schlängel ich mich durch die schönen und kurvigen Weinberge.

Ich bin wirklich überwältigt.

Am Moselufer fahre ich weiter und überquere immer wieder über Brücken den Fluss, um abwechselnd in den wirklich entzückend schönen Altstadt-Orten zu fahren und sie von Weitem zu betrachten.

In der Jugendherberge angekommen und noch völlig bezaubert von der Strecke an der Mosel lang, wird schnell geduscht und dann ab zum Weinfest, das zum Glück noch in vollem Gang ist.

Currywurst, Butter-Brezel, Bier, Federweißer und Eis&Heiß werden durcheinander gefuttert. „You are the Dancing Queen, young and sweet, only seventeen!“ „Skandal im Sperrgebiet, Skandal um Rosie!“

Etwas angeschickert geht es zu Fuß an der schön beleuchteten Mosel entlang, zurück in die Jugendherberge. Gute Nacht Cochem!

Tag 9

Das Experiment Jugendherberge wird nach einer erholsamen Nacht definitiv für gelungen erklärt.

Die Moseltal-Jugendherberge bietet ein gemütliches Zimmer mit annehmbarem Bad und netten Extras, wie einem Snackautomaten. Das Frühstück macht dem Hotel in Furtwangen Konkurrenz und schmeckt sehr gut. Mal sehen wie die nächste Jugendherberge wird, zu der ich mich jetzt auf den Weg mache.

Nach einiger Zeit erreiche ich Koblenz, wo ich nach ein paar Parkschwierigkeiten (es sind keine Motorradstellplätze zu finden) mit der Seilbahn über das Deutsche Eck hoch zur Ehrenbreitstein Festung fahre.

Im Deutschen Eck fließt die Mosel in den Rhein. Spannend hier zu sein, wo ich ja sowohl am Rhein als auch an der Mosel gefahren bin in diesem Urlaub.

Die Festung ist nicht sonderlich spektakulär aber ganz nett anzusehen. Vor allem des Ausblickes wegen hat es sich aber gelohnt hier hochzufahren.

Nach einem Flammkuchen und einem Stück saftigem Schokokuchen geht es mit der Seilbahn wieder runter und weiter.

Eine lange und kurvige Strecke bringt mich Winterberg immer näher.

Als ich am späten Abend in der Jugendherberge Winterberg ankomme, erwartet mich ein gemütliches Hütten-feeling. Nach TK-Pizza und Bier geht es aufs Zimmer.

Tag 10

Aufwachen in Winterberg.

Auch in dieser Jugendherberge ist das Frühstück sehr gut und der Morgen fängt gut an.

Es wird gepackt und noch ein letzter Latte auf der gemütlichen Terrasse getrunken, bevor ich endgültig den Rückweg antrete.

Noch ein paar Impressionen von der gemütlichen Jugendherberge Winterberg, die erst vor Kurzem renoviert wurde:

 

 

Das letzte Abendessen dieser Tour wird zünftig bei Subway gefuttert, bevor es ohne weitere Stopps über Hamburgs Grenze und wieder zurück nach Hause geht.

Das war ein schöner, entspannter Urlaub.

Reisezeit 19.08.18 – 28.08.18

Zuletzt geändert: 5. Oktober 2018

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