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Mit dem ELMOTO LOOP hat GOVECS ein ungewöhnliches E-Moped im Angebot, das vor allem durch seine Schlichtheit auffällt. Mit 45 km/h elektrisch und ohne Treten durch die Stadt – das musste ich natürlich testen und habe mich gleich zu einer Probefahrt angemeldet!

GOVECS hat den Hersteller vom LOOP übernommen und vertreibt dieses Produkt nun auch in Deutschland. Das E-Moped wird in Spanien gefertigt. GOVECS ist eigentlich für seine Elektro-Roller (Schwalbe) bekannt und hat mit dem LOOP nun ein interessantes weiteres Produkt im Portfolio.

Da GOVECS in seinem Store in Hamburg Probefahrten anbietet, habe ich diese Möglichkeit dann auch einfach direkt mal wahrgenommen.

Meine Kurzeindrücke

Ich möchte hier keinen ausführlichen Testbericht schreiben, sondern euch einfach meine ersten Eindrücke mitteilen. Wenn man es das erste Mal in natura sieht, wirkt das E-Moped sehr kompakt und zierlich. Die Verarbeitungsqualität scheint auf den ersten Blick ganz okay zu sein. Das ELMOTO Loop hat aus meiner Sicht mit ca. 4.000,00 Euro einen angemessenen Preis. Vermutlich ist der relativ niedrige Preis aber auch der Grund dafür, warum an dem E-Moped keine Produkte von Magura und Co. zu finden sind.

Also Helm aufgesetzt, rauf auf’s “Fahrrad”, ein Dreh am rechten Griff und schon ging es los! Nach den ersten Ampel-Stops, machte sich schnell ein Defizit bemerkbar: Die Anfahrschwäche des ELMOTO LOOP ist deutlich zu spüren und ich merke, dass ich die Pedalen suche, um das Anfahren zu unterstützen. Ist das E-Moped dann aber erst einmal in Fahrt, kann man zügig im Verkehr mitschwimmen.

Es machte richtig Spaß damit zu fahren und im urbanen Verkehr ist man so auf jeden Fall sehr flexibel unterwegs. Ich ertappe mich aber schnell dabei, auch Fahrradspuren mit dem E-Moped zu nutzen. Die Versuchung mal eben Gehwege zu kreuzen oder andere Abkürzung zu nehmen ist sehr groß. Das geringe Gewicht von nur 59 kg und die schmale Silhouette verleiten dazu, sich einfach mehr als Fahrrad zu fühlen.

Auffallen tut man mit dem ELMOTO LOOP aber in jedem Fall.

Positiv überrascht war ich von der geringen Geräuschentwicklung. Der Bosch CX Motor von meinem Riese & Müller Supercharger E-Bike ist deutlich zu hören, aber beim ELMOTO LOOP herrscht quasi Ruhe. Mit diesem Nabenantrieb kann man wirklich nahezu geräuschlos fahren und das empfand ich als sehr angenehm.

Der Mitarbeiter im Shop hatte mich schon darauf hingewiesen, dass das Display nicht so gut zu erkennen ist und da muss ich ihm leider auch recht geben. Selbst bei normalem Tageslicht kann man auf dem der Anzeige kaum etwas erkennen. Warum ein spanischer Hersteller so ein Display verbaut, ist mir wirklich unklar.

Des Weiteren finde ich, dem ELMOTO LOOP hätte auch ein Zentralfederbein sehr gut gestanden und hätte ihm einen noch cooleren Look verpasst.

Aufgrund der kompakten Maße und dem geringen Gewicht, sollte das ELMOTO LOOP auch auf einem Fahrradgepäckträger mitzunehmen sein.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

  • Die Anfahrschwäche des Nabenmotors. Hier fehlt Drehmoment und ist z.B. nicht mit einem Bosch CX Motor zu vergleichen.
  • Das Display ist unbrauchbar und schon bei normalem Tageslicht kaum zu erkennen.
  • Es gibt keine Anschlussbuchse zum Laden. Man muss immer erst das Akku-Anschlusskabel abschrauben und kann dann das Ladegerät anschließen.
  • Mein Testfahrrad hat deutlich aus dem vorderen Bereich geklappert.

Fazit

Ich finde das Konzept sehr gut und den Preis angemessen, allerdings würde ich das ELMOTO LOOP E-Moped derzeit nicht kaufen. Sollte der Hersteller die Anfahrschwäche lösen und ein besseres Display verbauen, würde es aus meiner Sicht aber eine klare Kaufempfehlung geben.

Zuletzt geändert: 31. Mai 2021

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