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Diesen Sommer geistert mir die Frage, ob und wohin es dieses Jahr mit dem Motorrad in den Urlaub gehen soll, die ganze Zeit im Kopf herum. Letztendlich gewinnt wieder einmal Österreich und dasselbe Hotel wie in der Sommertour 2019. Zwei Wochen vor Abfahrt buche ich also “last minute” ein Zimmer im Grizzly und fange an mich langsam auf meinen Urlaub zu freuen.

Dieses Mal geht es ohne große Vorbereitung oder eigene Tourplanung am 20. August Richtung Österreich. Das Motorrad nehme ich auf meinem Anhänger mit und mache einen Zwischenstopp in Hersbruck. Nach einem leckeren Abendessen mit Klößen, fahre ich am nächsten Tag nach einem sehr guten Frühstück im Gasthof “Schwarzer Adler” gemütlich zu meinem Hotel in Österreich.

Ich werde in meinem Bericht dieses Jahr nicht zu sehr ins Detail gehen, weil Vieles davon schon in der Sommertour 2019 beschrieben ist.

Nach Ankunft im Hotel kommt mir alles sehr bekannt vor und nachdem ich das Zimmer bezogen habe, geht es gleich zum Abendessen. Vor Ort lade ich mir die Tour-Vorschläge des Hotels herunter und lade sie in der Kurviger App.

Grizzly Hotel mit Außenbereich
Grizzly Hotel mit Außenbereich (Bildmitte)

Gerlitzen

Am Montag entscheide ich mich dann für die “Gerlitzen Tour” von ca. 190 Kilometern. Das erste Highlight auf der Strecke ist der Millstätter See. Hier verweile ich in einem Kiosk direkt am See, genieße einen Cappuccino und entscheide mich spontan mit einem der dort zu leihenden Tretbooten eine kleine Runde zu drehen.

Millstätter See
Millstätter See

Auf meiner weiteren Route erreiche ich über eine kostenpflichtige Mautstraße bald die Gerlitzer Alpe. Hier halte ich für einige Fotos, weil der Ausblick wirklich einen Stop wert ist. Schließlich setze ich mich noch für ein Getränk und Kaiserschmarrn in die Hütte.

Gerlitzer Alpe
Blick von der Gerlitzer Alpe

Die österreichische Landschaft ist mir altbekannt und saftig grün, im Gegensatz zur aktuellen Situation in Hamburg, wo das Grün dem vertrockneten Braun immer mehr weicht. Die ganze Zeit ist es angenehm warm und trocken.

Auf der Turracher Höhe fahre ich noch am schönen Turrachsee vorbei und dann geht es zurück zum Hotel. Und…war das da nicht eben der Nocky-Flitzer…?

Relax

Auch am zweiten Tourtag habe ich mich für eine entspannte Route entschieden und mir die “Relax-Tour” des Grizzly Hotels ausgesucht.

Gestern hatte ich ja kurz vorm Ende der Tour etwas Interessantes und Altbekanntes entdeck. Daher lautet mein erster Stopp heute: Nocky-Flitzer! Also rauf mit dem Sessellift und in aufregendem Tempo mit dem Ding nach unten. Diesmal habe ich keinen Bremser vor mir, wie es 2019 ja leider der Fall war. Top!

Einer von vielen “Loopings”

Bei dieser Gelegenheit besuche ich natürlich noch kurz das Gipfelkreuz der Turracher Höhe.

Weiter geht’s entspannt durch die Region, bis ich kurz vorm Ziel noch eine nette Location am Prebersee entdecke und für einen Cappuccino und ein Stück Schoko-Kirsch-Kuchen an der Ludelalm halte.

Den Abend lasse ich mit einem leckeren Aperol Spritz im Hotel ausklingen.

E-Bike

Heute tausche ich das Motorrad gegen ein KTM E-Bike, das ich mir für den Tag im Hotel ausleihen kann. In Komoot erstelle ich mir mithilfe der Tipps des Hotels eine Route zum Gasthof “Häuserl im Wald Mariapfarr“. Die Location gefällt mir gut und hier gibt’s erstmal eine Schorle und weiße Schokomousse für mich. Das habe ich mir nach der seeeehr weiten Strecke (10 km 😉) bis hierhin wirklich verdient.

Danach führt mich mein Weg nach Otting, wo ich die Wehrkirche St. Leonhard ob Tamsweg nach einer steilen unbefestigten Auffahrt erreiche.

Weiter fahre ich eine ganze Weile an der Mur entlang. Eine sehr schöne Strecke finde ich.

Als ich fast wieder am Hotel bin, hält mich eine weitere Leckerei in St. Margarethen auf: ein Stück Lava-Cake findet den Weg in meinen Magen, sowie auch noch der Nachmittagssnack im Hotel; Pflaumenkuchen.

Danach erkunde ich noch die Gegend um das Grizzly herum und erklimme mit dem E-Bike schließlich noch den Schlögelberg, an dem das Hotel liegt. Im Hüttendorf Schlögelberger bekomme ich außer einer Apfelschorle eine kostenlose Fahrt im Kinder-Gokart.

Als gelungenen Abschluss bekomme ich vom oberen Ende der Piste noch einen tollen Ausblick auf St. Margarethen und das Grizzly.

Nach ca. 52 Kilometern mit dem E-Bike und einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von ca. 65 km/h (aber bergab 😉) gebe ich das Rad wieder im Hotel ab.

Nockalmstraße und Kaffee

Heute ist mein Ziel die Nockalmstraße zu fahren und ein leckeres Stück Kuchen zu essen. Ich starte bei schönstem Wetter und erreiche schon bald die Mautstelle der Nockalmstraße. Los geht es in die angenehmen Kurven und immer höher bis zur Eisentalhöhe. Hier gibt es den ersten Cappuccino und ein paar Fotos.

Eisentalhöhe 2042m
Eisentalhöhe 2042m
Zufriedenheit
Blick von der Eisentalhöhe
Blick von der Eisentalhöhe

Auch auf der Seehöhe muss der Cappuccino getestet werden. Ich sitze zunächst noch strahlendem Sonnenschein, aber das ändert sich schnell und die dunkeln Wolken über den Bergen motivieren mich dazu zügig zu meinem nächsten geplanten Stopp aufzubrechen: Friesach.

Aus meinem Urlaub 2019 weiß ich, dass ich im Café Craigher ein leckeres Stück Torte bekomme. Dazu Cappuccino Nummer drei.

Auf dem Rückweg erwischt mich dann doch noch der Regen und ich bin froh als ich dann im Hotel ankomme und die restliche Zeit bis zum Abendessen in der Sauna verbringen kann.

Regen auf meiner Rücktour
Regen auf meiner Rücktour

Großglockner Hochalpenstraße

Die Tour beginnt für mich heute ein bisschen früher als sonst, denn ich habe mir für heute ca. 330 Kilometer vorgenommen und außerdem bewegt sich eine Schlechtwetterfront auf das Hotel zu. Dadurch bleibe ich nicht nur trocken sondern genieße die Fahrt bis Thumersbach sogar bei bestem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen.

Hier ist Strandfeeling und ich genieße den bisher besten Cappuccino dieses Urlaubs im Beach Club; was auch sonst 😉

Zeller See
Zeller See

Als ich mich von der schönen Kulisse losreißen kann, fahre ich weiter zur Großglockner Hochalpenstraße. Die Mautstation hinter mich gebracht, beeindrucken mich sofort wieder Landschaft und Serpentinen. Heute ist nicht viel los und ich kann mich, fast ungestört von Autos, entspannt den Berg hinaufschrauben. Diese Passstraße fasziniert immer wieder, egal wie oft man sie gefahren ist.

Diesmal fahre ich bis zur Edelweißspitze hoch und genieße den atemberaubenden Ausblick. Immer wieder fantastisch! Außerdem gibt es hier eine Fritatensuppe auf der Hütte, während es sich draußen wieder einregnet. Als ich wieder los will, bin ich der einzige Motorradfahrer auf 2571m Höhe.

Großglockner Hochalpenstraße, Ausblick von der Edelweißspitze
Großglockner Hochalpenstraße, Ausblick von der Edelweißspitze

Mein Ziel ist jetzt zügig das Hotel zu erreichen, denn der Grizzly-Grillabend wartet auf mich.

Grizzly-Grill
Grizzly-Grill

Dachstein und Sölkpass

Die letzte Österreichtour dieses Urlaubs beginnt. Mein Ziel: der Dachstein-Gletscher. Durch eine kleine Mautstation geht es über eine schöne Serpentinenstraße zur Talstation der Seilbahn zum Gletscher. Weil man nicht spontan, ohne Reservierung, wieder herunterfahren kann, entscheide ich mich dagegen mit der Seilbahn auf den Gipfel zu fahren. Stattdessen verweile ich auf der Außenterrasse eines Gasthofs und genieße die Aussicht von hier unten.

Über den wirklich ansprechenden Sölkpass geht es zurück zum Hotel. Tolle Eindrücke!

Halten sich nicht alle an die Bitte
Sölkpass
Aussichtspunkt Katschtalkehre 1550m

Da ich heute recht zeitig wieder im Hotel bin, bleibt Zeit für den Nachmittagssnack und einen entspannten Besuch in Sauna, Schwimmbecken und Ruheraum.

Sonntag

Die Zeit in Österreich ist nun vorbei. Da ich diesen Urlaub nichts geplant habe, stelle ich mir die Frage wohin es nun weiter geht. Spontan buche ich ein Hotel im Schwarzwald/Schwäbische Alb. Also verlade ich mein Motorrad und breche Richtung Albingen zu meiner neuen Unterkunft auf.

Schwarzwald

Die heutige Tour hat genau zwei Ziele: Die Schauinsland Strecke und (mindestens) eine Schwarzwälder Kirschtorte. Ich starte mit meiner geplanten Route, aber durch viele Streckensperrungen verläuft dann doch alles ganz anders. Nach einer Stippvisite in Furtwangen lande ich relativ früh am Hexenloch und gönne mir das erste Stück Torte. Hier verbringe ich noch etwas Zeit und schaue mir im Keller die alte Mechanik der Wasserräder an.

Hexenloch
Hexenloch Maschinenraum

Beim Titisee mache ich diese schöne Aufnahme.

Titisee

Nun geht es aber zur Schauinsland Strecke, die ich Richtung Freiburg herunterfahre. Ich entscheide mich spontan in Freiburg zu halten und gehe zum Essen in den mir bekannten Gasthof Löwen, den ich schon auf meiner Tour 2019 besucht habe. Zum Nachtisch gibt es an diesem lauen Sommerabend noch ein Stück von der besten Schwarzwälder Kirschtorte in Freiburg, Deutschland oder sogar der Welt 🙂

Abendessen im Gasthof Löwen

Da die Dämmerung langsam einbricht, fahre ich auf dem direkten Weg ins Hotel.

Neckartour 

Ich kann es gar nicht in Worte fassen. Die Tour ist unglaublich! Unglaublich langweilig. Vom Neckar sehe ich nur aus der Entfernung ab und an mal einen Zipfel und ansonsten hauptsächlich Industrie und Ampeln bei molligen 28 Grad. Der Streckenabschnitt am Neckar zwischen Rottweil und Horb am Neckar ist schonmal nicht zu empfehlen. 

Schöner wird’s nicht am Neckar

Ab Horb am Neckar geht es dann östlich über die Schwäbische Alb Richtung Nürtingen und dann wieder südlich zum Hotel. Wie erwartet ist dieser Teil der Route, sowohl von den Straßen, als auch vom Landschaftsbild, sehr schön. Immer wieder sind ein paar gut zu fahrende Serpentinenstraßen dabei.

Albstraße (L1250)

In Bad Urach suche ich mir ein Lokal zur Kaffeepause. Der Ort sieht einladend aus und der Cappuccino schmeckt.

Bad Urach

Zum Abendessen bekomme ich noch leckere Schwäbische Maultaschen in einem netten Lokal in Albstadt. 

Schwäbische Alb

Nachdem die Tour am Neckarabschnitt gestern nicht so toll war, geht es heute direkt in die Schwäbische Alb und zur Donau. Mein erstes Ziel ist die Burg Hohenzollern. Schon von weitem sieht man dieses beeindruckende Bauwerk auf einem Berg thronen.

Die Burg aus der Ferne

Die Burg muss man sich wirklich anschauen und bei einem leckeren Kaffee und Kuchen im Burgcafé auf sich wirken lassen.

Burg Hohenzollern

Ich fahre durchs schöne Lautertal und kreuze immer wieder die Große Lauter.

Große Lauter

Am Lagerhaus an der Lauter mache ich einen weiteren Stopp. Die Location finde ich sehr ansprechend und man findet dort auch ein kleines Mitbringsel für die Daheimgebliebenen.

Dann geht es an der Donau entlang. Die Donau bzw. das Donautal ist wunderschön und ein absoluter Tipp für Motorradfahrer.

Donautal

Den krönenden Abschluss bildet der Kopfmacherfelsen mit einem unglaublichen Blick auf die Donau.

Blick vom Kopfmacherfelsen

Eine würdige letzte Tour für diesen Urlaub. Die Schwäbische Alb ist auf jeden Fall zu empfehlen.

Dieser Urlaub ist anders, denn ich habe nur minimal geplant. Diesmal geht es einfach um Entspannung, ohne Instagram und Co. Meinen Hobbyfahrer-Bericht schreibe ich ganz ungezwungen, täglich bei einem Cappuccino am Frühstückstisch.

Rückreise

Heute ist Abreisetag, also packe ich meinen Koffer und verlade die GS. Auf meinem Weg Richtung Norden entdecke ich rechts von der Autobahn einen sehr hohen Turm.

Der Turm von der Autobahn aus

Fasziniert finde ich an der nächsten Tankstelle heraus, dass es sich dabei um den ThyssenKrupp Testturm handelt, wo die Fahrstühle der Zukunft entwickelt werden. Kurzerhand plane ich meine Route um und fahre mit 29km/h auf die 232m hohe Besucherplattform. Das sollte man sich wirklich anschauen.

Ausblick von der TKE Besucherplattform

Auf meinem Weg Richtung Hamburg geht mir durch den Kopf, dass mein Urlaub bisher deutlich zu wenig Klöße beinhaltet hat und dass ich noch eine Zwischenübernachtung einlegen möchte. Ich fahre in Hammelburg von der Autobahn und finde mitten im Zentrum “Müller! Das Weingut und Weinhotel“. Endlich Klöße!

Klöße

Ich komme am 02.09.2022 völlig entspannt und zufrieden in Hamburg an und kann nur sagen, cooler entspannter Urlaub!

Übersicht Tourverlauf

Reisezeit: 20.08. – 02.09.2022

Zuletzt geändert: 7. September 2022

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