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Hinfahrt über Vielank

Endlich ist es soweit und die erste richtige “Tour” dieses Jahr steht an. Die Neuerungen an meiner GS (Scheibenversteller, GoPro, GPS Tracker) wollen schließlich dringend getestet werden.

Das Wetter ist mittelprächtig, aber die Tour wird jetzt durchgezogen. Möglichst schnell geht es zunächst aus Hamburg raus und über Bargteheide dann Richtung Osten. Mit der Kurviger.de App habe ich versucht eine möglichst kurvige Strecke zu basteln und so schlängeln sich die Landstraßen mal mehr mal weniger durch nette Landschaften. Irgendwann komme ich am Schaalsee vorbei und bekomme Vorfreude auf die Mecklenburgische Seenplatte.

Langsam bekomme ich auch schon richtig Hunger und freue mich auf den Mittagsstopp, das Vielanker Brauhaus, wo ich um 13:45 Uhr dann auch endlich ankomme.

Wirklich gemütlich ist es hier. Genau, wie ich es in Erinnerung habe, nur viel leerer. Wenn ich sonst mal hier vorbeikam, war immer viel Betrieb. Aber auch mal interessant so fast ganz allein hier zu sein. Ich bestelle mir einen Burger und trinke Vielanker Fassbrause. Sehr lecker!

Vielanker Brauhaus

Irgendwann kann ich mich von der warmen Stube und meinem Essen trennen und fahre weiter Richtung Osten. Mittlerweile sind die Landstraßen schon etwas kurviger und das gefällt mir. Die GS wird bei der hubbeligen Straße erst richtig warm und ich merke wie angenehm die Federung ist. Wenn ich sowieso gerade von meiner Technik schwärme, ein kurzes Wort zum Scheibenversteller: Ich bin beeindruckt, denn die Windgeräusche sind tatsächlich reduziert (mehr dazu im entsprechenden Artikel).

Interessant wird es, als ich deutlich erkennen kann in Deutschlands Osten angekommen zu sein. Vor allem die Gebäude verraten es, aber ich finde diese Gegend hat einen ganz typischen Geruch durch die Holz- und Kaminheizer.

Nach einiger Zeit folgt ein Schlenker um den Plauer See herum und ich muss kurz anhalten um ein Foto zu machen. Wirklich schön, vor allem beim langsam nahenden Sonnenuntergang. Ich bin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatten angekommen. Das Hotel ist also nicht mehr allzu weit weg.

Plauer See

Leider kann man die Seen nur selten und fern durch den Wald blitzen sehen. Aber die schönen Mischwälder sind ja auch nett.

Typische Straßen in Mecklenburg

Außerdem bewundere ich die hübschen Alleestraßen, die schon die ganze Zeit immer wieder einen Teil meiner Strecke ausmachen. Schade, dass wir sowas bei uns in diesem Ausmaß nicht haben.

Viele Alleestraßen

Irgendwann ist es soweit und ich komme leicht durchgefroren in Waren am “Hotel am Tiefwarensee” an. Das Zimmer macht einen netten Eindruck und ich gönne mir erstmal eine heiße Dusche. Wie immer bin ich zu spät, um noch etwas anständiges zu Essen zu bekommen, aber davon lasse ich mir nicht den Abend verderben und trinke stattdessen noch ein schönes Hefeweizen. Die Stadt sieht zwar recht ausgestorben, aber doch irgendwie einladend aus mit der schön beleuchteten Kirche. Kurzerhand nehme ich also doch noch die 10min-Strecke auf mich und schau mir die bereits schlafende Stadt an. Am Ende finde ich sogar noch eine geöffnete Bar, entscheide mich dann aber fürs Bett.

Waren – Müritz

Rückfahrt nach Hamburg

Am nächsten Morgen geht es dann gemütlich irgendwann zum Frühstück, das mit einer leckeren und ausreichend großen Auswahl überzeugt. Weil ich nicht Hals über Kopf aufbrechen will, drehe ich noch eine Runde durch den Schaugarten des Hotels. Hier blüht es schon in einigen Ecken und der Ausblick auf das Hotel und den See gefallen mir. Die frische Luft nach dem Frühstück tun mir gut. Jetzt bekomme ich richtig Lust auf die Strecke, die vor mir liegt. Dennoch tritt man den Rückweg ja immer mit einem weinenden Auge an, denn das bedeutet das Motorrad muss erstmal wieder in die Garage und der Kurzurlaub ist vorbei.

Hotel mit Schaugarten

Koffer gepackt, losgefahren! Schön wieder auf dem Bock zu sitzen. Jetzt geht es Richtung Westen wieder raus aus der Mecklenburgischen Seenplatte. So kurvig wie möglich, führt mich das Navi wieder durch die bewundernswerten Alleen und Wälder, vorbei an ein paar hinter den Bäumen aufblitzenden Seen.

Krakower Seenlandschaft
Endlose Weiten

Ich will ein paar schöne Aufnahmen machen, aber leider spielt meine Technik nicht ganz mit. Die GoPro Fernbedienung kann offenbar keine Funkverbindung zur Kamera herstellen. Das nervt mich so, dass die ersten paar Kilometer der Rückfahrt fast mehr gestanden als gefahren wird. Als das Problem erkannt ist, kann ich doch noch ein paar Videos machen.

Nach einiger Zeit kommt sogar noch die Sonne ein bisschen raus und versüßt mir den Tag (und die Videos). Im Rückblick hatte ich sowieso recht viel Glück, denn ich habe keinen Tropfen Regen abbekommen und die Temperaturen waren soweit mindestens aushaltbar.

Ich habe zwar mittlerweile eine Vorahnung, dass mich zu Hause leckeres Essen erwartet, möchte meinen Kurzurlaub aber unbedingt noch zünftig beenden. Daher suche ich nach einem schönen Café und werde schließlich beim Fährhaus am Ratzeburger See fündig.

Fährhaus am Ratzeburger See

Hier bekomme ich noch einen vernünftigen Latte macchiato und ein leckeres Stück Mokka-Torte, bei einem sonnigen Ausblick auf den Ratzeburger See. Genau so hatte ich mir das vorgestellt.

Ratzeburger See

Jetzt kann ich vollends zufrieden die letzten Kilometer meiner ca. 610 km Tour hinter mich bringen. Ich freue mich schon richtig auf zu Hause. Und da komme ich um 18 Uhr dann auch glücklich und zufrieden wieder an.

Fazit: Schöne erste Tour 2019, Schwein mit dem Wetter gehabt, tolle Erlebnisse, GoPro würde ich vermutlich nicht wieder kaufen und ich hab schon richtig Bock auf die nächste Tour!

Tourverlauf

Reisezeit 23.03.19 – 24.03.19

Zuletzt geändert: 13. Mai 2019

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